Untersuchung und Krebsvorsorge

Krebsvorsorge

Kassenleistung

Die Untersuchung zur Krebsfrüherkennung orientiert sich an den 1971 festgelegten Richtlinien des gesetzlichen Krebs-Früherkennungs-Programms. Folgende Untersuchungen sind darin enthalten und werden von Ihrer Krankenkasse bezahlt:

  • ab dem 20. Lebensjahr, Abstrich vom Gebärmutterhals, Tastuntersuchung des inneren Genitales.
  • ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich Abtasten der Brüste.
  • ab dem 50. Lebensjahr zusätzlich Tastuntersuchung des Enddarmes und Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl (immunologischer Stuhltest) jährlich.
  • Ab dem 55.Lebensjahr Stuhltest alle 2 Jahre, Aufklärung über die Möglichkeit einer kostenlosen Vorsorge- Darmspiegelung.
  • ab dem 50.Geburtstag kann am Brustkrebs-Screeningprogramm teilgenommen werden. Mit einer Mammographie (Bruströntgenaufnahme) alle 2 Jahre. Die Einladung dazu wird jeder Frau zugeschickt.
  • seit dem 1.1.2020 wird zusätzlich ab dem 35.Geburtstag ein Muttermundskrebs-Screeningprogramm in ganz Deutschland durchgeführt, mit Abstrichen auf Zellveränderungen und auf HPV Viren vom Muttermund.

Bei der Kontrolle des Muttermundes wird manchmal Essigsäure oder Jod zur Anfärbung verwendet. Außerdem werden der äußere Schamlippen- und Dammbereich, ebenso wie die Scheide auf Veränderungen untersucht. Ab dem 50.Geburtstag wird zusätzlich der Enddarm durch eine Untersuchung mit dem Finger im After untersucht.

Gebärmutterhalskrebs ist der einzige Krebs im frauenärztlichen Bereich, der vor seiner Entstehung entdeckt werden kann. Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung und die professionelle Abstrichentnahme am Gebärmuttermund, ggf. auch unter Sicht und Vergrößerung (Kolposkopie).

Seit dem 1.1.2020 wird in Deutschland ein Zervixcarcinom-Screening Programm für alle Frauen ab 35 J. durchgeführt.

Bei den Frauen unter 35 J, bleibt bei der Krebsvorsorge alles wie bisher.

Bei den über 35 Jährigen wird einmalig nicht mehr nur ein zytologischer Abstrich abgenommen, d.h. nicht mehr nur nach den Zellen im Muttermund geschaut, sondern ein zusätzlicher HPV-VirenTest abgenommen,  mithilfe eines Abstriches, der für beide Untersuchungen ausreicht.                                                                                                                                                                                                       Sofern sowohl der zytologische Test als auch der HPV-Test unauffällig sind, wird der nächste kombinierte Abstrich (Zytologie und HPV) erst 3 Jahre später durchgeführt.           Bei Auffälligkeiten werden die Frauen anschließend kurzfristiger zu Kontrollen bestellt und je nach Befund, möglicherweise eine weitere Diagnostik erforderlich.

Allerdings bleibt es auch bei den über 35 Jährigen bei der jährlich durchzuführende Krebsvorsorge mit Krankengeschichte, Anschauen und Tasten der weiblichen Sexualorgane, des Enddarmes und der Brust. Das wird jetzt sogar  noch wichtiger.

Ein Zytologie-Abstrich kann auf Wunsch auch in den Jahren zwischen dem Muttermunds-Screening entnommen werden, als individuelle Gesundheitsleistung.

HPV-Virusabstrich und Impfung

Kassen- und Eigenleistung

Einige Arten von HPV-Viren können, sofern sie nicht durch das eigene Immunsystem ausgeschaltet werden, zu bösartigen Veränderungen am Muttermund führen. Ein besonderer Abstrich auf HPV-Viren ermöglicht die Risikoeinschätzung an Muttermundskrebs zu erkranken. Ab 35 gehört seit dem 1.1.2020 eine HPV-Entnahme am Muttermund alle 3 Jahre zu dem neuen Muttermundskrebsvorsorge-Screening dazu.

Um die Erkrankung mit diesen gefährlichen HPV-Viren zu verhindern, wurde eine (dreimalige) Impfung entwickelt, die von den Kassen bis zum 18.Lebensjahr bezahlt wird. In besonderen Fällen kann es aber auch Erwachsenen nützen sich impfen zu lassen. Sie können dann Anträge an die Kasse stellen zur Kostenübernahme, oder die Impfungen selbst zahlen.

Gynäkologische und körperliche Untersuchung bei Schmerzen

Kassenleistung

Bei Schmerzsyndromen untersuche ich nicht nur die Geschlechtsorgane, sondern auch den funktionellen Zusammenhang mit dem Muskel- und Skelettsystem, was häufiger als man denkt, die Ursache der Beschwerden darstellt.

Auch Untersuchungen der Brust und des Lymphsystems werden bei Schmerzen oder Auffälligkeiten durchgeführt.

Nativabstriche und mikrobiologische Kulturen

Kassen- und Eigenleistung

Zur Abklärung eines mikrobiologischen Infektes mit Bakterien, Pilzen, Keimen oder Viren sind Abstriche erforderlich und Kulturen können die genaue Ursache einer wiederkehrenden oder unklaren Infektion herausfinden.

Als Eigenleistung ist zusätzlich eine individuelle Analyse der Schutzkeime der Scheide und eine genau darauf abgestimmte Therapie evtl. auch mit Aromaölen möglich.

Ultraschall der Organe des kleinen Beckens

Bei auffälligen Befunden ist der Ultraschall Kassenleistung, sonst Eigenleistung

Besonders für Frauen zwischen 25 und 75 Jahren sinnvoll, sofern Sie noch die Gebärmutter und/oder die Eierstöcke haben, um frühzeitig kleinste Veränderungen, die noch nicht tastbar sind, zu erkennen und ggf. Kontrollen oder eine weitere Diagnostik zu veranlassen. Gerade auch wenn Sie mehrfach Eierstockzysten hatten, eine Hormontherapie bei vorhandener Gebärmutter erhalten, oder wenn in Ihrer Familie bereits Eierstockkrebs oder mehrfacher Brustkrebs aufgetreten sind, ist diese Untersuchung zu empfehlen.

Ebenfalls angeschaut werden beim Ultraschall des kleinen Beckens auch die Blase und alle anderen Strukturen im Unterbauch.

Mammasonographie

Bei Mammaerkrankungen und auffälligen Befunden Kassenleistung, sonst Eigenleistung

Zusätzlich, falls erforderlich, Durchführung von Punktionen bei Zysten.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch das frühe Entdecken und rechtzeitige Behandeln von Brustkrebs die Sterblichkeit dieser Erkrankung erheblich gesenkt und das krankheitsfreie Weiterleben wesentlich erhöht werden kann. Durch langjährige Erfahrung und Sorgfalt im Abtasten und im Ultraschall der Brust, ist die Möglichkeit groß, eine Erkrankung im Frühstadium zu erkennen und somit ggf. zu heilen.

Der Brustultraschall ist ganz besonders für Frauen im Alter von 30-49 Jahre, die keinen tastbaren Tumor und keine bekannten Zysten haben empfehlenswert. In der genannten Altersgruppe steigt das Brustkrebsrisiko stetig an, gleichzeitig ist die Brust in dem Alter noch strahlenempfindlicher und weniger strahlendurchlässig, so dass sich der Ultraschall der Brust oft besser eignet als die radiologische Mammographie. Das Gleiche gilt aber auch für ältere Frauen mit noch dichten Drüsenkörpern. Durch meine Ausbildung an der Brustsprechstunde der Uniklinik Heidelberg und regelmäßige Fortbildungen kann ich Ihnen hier eine kompetente Beratung und Untersuchung anbieten.

Im Falle einer Brustkrebserkrankung ist mein Anliegen, Sie vom ersten Tag des Verdachtes, über die endgültige Diagnose, Therapie und durch die Nachsorge zu begleiten und dabei mit den mit uns kooperierenden Instituten eng zusammenzuarbeiten und Ihnen dadurch bessere Chancen für ein Überleben zu ermöglichen. Bedenken Sie bitte auch, dass bei frühzeitigem Erkennen heute bis zu 90% der Erkrankten den Brustkrebs überleben.

Blutentnahmen für alle erforderlichen Blutwerte, auch Hormonwerte

Kassen- und Eigenleistung

Auswertung erfolgt im Einsendelabor Je nach Bedarf und Diagnosestellung führen wir die erforderlichen Blutentnahmen durch und bieten auch, auf Wunsch, Labor-Check-Ups an.

Urinuntersuchung in der Praxis

Kassen- und Eigenleistung

Urinuntersuchung auf Bakterien, Eiweiß, Zucker, rote und weiße Blutkörperchen sowie Auswertung des immunologischen Blasentests bzw. für bestimmte Untersuchungen auch Einschickung ins Labor Bei Beschwerden oder auf Wunsch auch routinemäßig untersuchen wir Ihren Urin mittels Stix auf die oben genannten Parameter, bei Bedarf auch unter dem Mikroskop.

Außerdem gibt es einen immunologischen Test, der einen Hinweis auf Blasenkrebs geben kann. Wenn Sie Raucherin sind, regelmäßig die Haare färben, oder mit Lacken und Farben arbeiten, bzw. immer wiederkehrende Blasenentzündungen oder beim Wasserlassen Probleme haben, ist der Test für Sie besonders geeignet.

Auswertung des okkulten Stuhltests und des immunologischen Stuhltests

Kassen- und Eigenleistung

Zwischen 50-55 erfolgt ein Mal im Jahr ein immunologischer Stuhltest auf Blut im Stuhl.    Ab 56 wird der Stuhltest nur noch alle 2 Jahre von der Kasse bezahlt, allerdings bieten die Kassen ab dem 56.Lebensjahr eine kostenfreie Vorsorge-Colonoskopie (Darmspiegelung) bei speziell dafür ausgebildeten Ärzten an.

Zusätzlich zu der vom Gesetzgeber im 2-Jahres-Rhythmus vorgesehenen Durchführung des okkulten Stuhltests bei der Krebsvorsorge im Alter ab 56 Jahren, bieten wir die zwischenjährliche Durchführung des immunologischen Stuhltests als Eigenleistung.   Dieser Test reagiert nicht auf die Ernährung (z.B. bei hoher Vitaminzufuhr) und ist im Gegensatz zu dem anderen Stuhltest nur 1x durchzuführen.

Pessarwechsel

Kassen- und Eigenleistung

Bei Scheiden und Blasensenkungen insbesondere bei älteren Patientinnen, besteht die Möglichkeit, über Ringeinlagen oder Würfeleinlagen die individuell angepasst werden, die Senkungsbeschwerden zu mildern und eine reibungslose Blasenentleerung zu gewährleisten, bzw. eine Inkontinenz (unwillkürlicher Urinverlust) zu beseitigen. In manchen Fällen kann dadurch eine Operation vermieden werden.

Feigwarzenbehandlung, Polypentfernung, Abszeßspaltung, Spritzenbehandlungen, kleinere Hautoperationen

Kassen- und Eigenleistung

Bei Bedarf führen wir kleinere Behandlungen in der Praxis durch.

Nach- und Wundkontrollen nach OP’s

inkl. Fadenentfernung und ggf. Verbandwechsel

Nach Operationen werden die erforderlichen Kontrollen durchgeführt und falls erforderlich, noch liegende Fäden entfernt. Auch evt. erforderliche Verbandswechsel oder eine Wundversorgung werden durchgeführt.

Durchführung von PE’s im Genitalbereich

Kassen- und Eigenleistung

Bei bestimmten Befunden ist es sinnvoll, eine Probeentnahme des Gewebes im Genitalbereich durchzuführen. Sollte dies bei uns möglich sein, so biete ich Ihnen diese Möglichkeit an, im anderen Falle verweisen wir Sie ans Krankenhaus.

Diathermiebestrahlung

Kassen- und Eigenleistung

Bei Muskelschmerzen oder bei immer wieder auftretenden Schmerzen im Unterleib hilft Tiefenwärme die über ein Diathermiegerät regelmäßig appliziert wird.

Neuraltherapie

Kassen- und Eigenleistung

Bei chron Schmerzen oder muskulären Verspannungen hilft manchmal eine Neuraltherapie, bei der Lokalanästhetika, (selten auch kombiniert mit Cortisongaben) kleinere Depots in die Haut oder die Muskulatur gespritzt werden.